Arbeitsweise

und pädagogische Zielsetzung

Der Auftrag der pädagogischen Arbeit in der Kita ist im § 2 des „ Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder“ verankert.

Mit dem Eintritt in unsere Kindertagesstätte fördern wir die Selbstbildungsprozesse des Kindes durch eine anregende Umgebung, insbesondere der Raumgestaltung, bereitstehendes vielfältiges Material, durch Dialog und Impulse, die das Kind zum Experimentieren, Konstruieren und Gestalten stimulieren.

Weiter wollen wir den Kindern ein Umfeld bieten, indem sie sich wohl fühlen, und welches sie ermutigt ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Wir unterstützen sie darin selbst Entscheidungen zu treffen, selbständig zu denken und zu handeln. Dabei ist uns wichtig, jedem Kind seine Individualität zuzugestehen. Eigensinn und Gemeinsinn gehören für uns zusammen.

Ebenso wichtig ist uns, dass wir den Kindern den Erwerb von lernmethodischen Kompetenzen ermöglichen, das heißt, Kinder sollen kein bestimmtes antrainiertes Wissen haben, sondern selbst erleben und erlernen, wie man eigenständig Wissen erwirbt.

Lernen wie man lernt!

Wir unterstützen Kinder darin, sich die Welt anzueignen, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und eigene Lösungen zu finden, indem sie:

  • ausprobieren
  • experimentieren
  • ihrer subjektiven Welt Ausdruck verleihen
  • Fragen aus dem Leben stellen
  • sich mit Dingen, Gegenständen und Themen beschäftigen
  • Lernprozesse als Entwicklungsimpulse erfahren
  • Im Dialog mit anderen Kindern und uns Erwachsenen stehen, und gemeinsam voneinander lernen
  • Ihr eigenes Entwicklungstempo bestimmen
  • Vertrauen und Zutrauen entwickeln

Wir Erzieher sehen uns bei diesen Selbstbildungsprozessen des Kindes als Entwicklungsbegleiter. Denn jedes Kind ist eine einmalige Persönlichkeit mit dem Recht auf freie Entfaltung seiner individuellen Fähigkeiten und Anlagen. Es hat das Recht so zu sein wie es ist, das heißt, angenommen, beachtet, ernst genommen, respektiert und wertgeschätzt zu werden.

Das Kind steht im Mittelpunkt des Geschehens als eigenständige Person, die geführt, aber nicht bevormundet oder gar überbehütet werden muss.
In jedem Kind stecken viele Fähigkeiten und vielfältige Ausdrucksweisen.
Es besitzt Offenheit, Ehrlichkeit, Forschergeist, Lebensfreude, Gestaltungslust, Begeisterungs und Entdeckungsfreude, Abenteuerlust. Wir führen die Kinder in die Welt ein, indem wir sie durch Anteilnahme, Anerkennung, Vertrauen, Solidarität und Unterstützung in der Entwicklung dieser Fähigkeiten und Basiskompetenzen begleiten.

Einige wichtige Merkmale unserer Einrichtung:

  • Wir arbeiten gruppenübergreifend und situationsorientiert, haben unsere festen Stammgruppen
  • Wir begegnen den Kindern auf Augenhöhe, schaffen Bildungsanreize und ein Umfeld, das spielerisch zum Lernen animiert.
  • Wir begleiten das Kind darin, seine Bedürfnisse zu erkennen, Wünsche zu äußern, Entscheidungen zu treffen und Selbstständigkeit zu erlernen
  • Wir achten auf ausgewogenes und gesundes Mittagessen und gesunde Snacks
  • Vorschularbeit findet nicht erst im letzten Jahr vor der Schule statt
  • Wir bieten lebensweltorientierte Projekte, Ausflüge, Lebenswelterfahrung
  • Die Eltern sitzen mit uns in einem Boot, der Elternbeirat hat bei uns eine beratende Funktion

Die Entwicklung vom Greifen zum BE-greifen,
vom Fassen zum ER-fassen, vom Halten zum ER-halten,
vom Bewegen zum Bewegt-sein steht im Vordergrund.

Lernen wie man lernt!

In jedem Kind stecken viele Fähigkeiten und Fertigkeiten. Es besitzt Offenheit, Ehrlichkeit, Forschergeist, Lebensfreude, Gestaltungslust, Abenteuerlust, Begeisterungs- und Entdeckerfreude. Wir führen die Kinder in die Welt ein, indem wir sie durch Anerkennung, Vertrauen und Unterstützung in der Entwicklung dieser Fähigkeiten und Basiskompetenzen begleiten. Wir sehen uns bei diesen Selbstbildungsprozessen des Kindes als Entwicklungsbegleiter, denn jedes Kind ist eine einmalige Persönlichkeit mit dem Recht auf freie Entfaltung seiner individuellen Fähigkeiten und Anlagen. Es hat das Recht so zu sein wie es ist, angenommen, beachtet, ernst genommen, respektiert und wertgeschätzt zu werden.

Basiskompetenzen

Soziale Kompetenz:
Zum Beispiel: Anderen zuhören, sich einfühlen können, Konfliktlösungsmöglichkeiten finden, Konflikte aushandeln und Kompromisse schließen, Frust aushalten können.

Sachkompetenz:
Zum Beispiel: Eigene Gedanken in Sprache zum Ausdruck bringen, Begriffe bilden, folgerichtiges Handeln und logisches Denken.

Ich Kompetenz:
Zum Beispiel: Vertrauen in die eigenen Kräfte entwickeln, sich selbst achten und wahrnehmen, offen und neugierig für neue Erfahrungen zu sein.

Lernmethodische Kompetenz:
Zum Beispiel: Freude am Lernen erleben, kreative Lernwege finden, forschendes Lernen, eigene Impulse und Ideen umsetzen aber auch in Kooperation mit anderen Kindern in Sinneszusammenhängen lernen (Teamarbeit).

Freispiel

Das meiste was Kinder lernen, lernen sie nicht durch gezielte Bemühungen von Erwachsenen. Das Meiste und das Wichtigste lernen sie von selbst, aus eigenem Antrieb und vor allem im Spiel!

Spielen ist ein elementares Bedürfnis für Kinder:

Spielen ist lernen!

Kinder brauchen Freiräume um eigene Stärken und Schwächen einzuschätzen und auszuprobieren. Sie brauchen Zeit und Gelegenheit für eine eigene aktive, bewegte Auseinandersetzung mit der Umwelt.

Kinder brauchen eine Umwelt, die sie anfassen, fühlen, hören, riechen, in der sie sich bewegen und Erfahrungen sammeln können- eine ganzheitlichen Sinnes- und Bewegungserfahrung.

Oft wird unterschätzt, das Erfahrungen des „Begreifens“, des „Erfassens“, des „Selbermachens“, die Dinge im Spiel „selbst zu verändern“, selbst zu entscheiden, auch wenn es mehrerer Abläufe bedarf, grundlegende Lernprozesse sind, um Wissen zu erwerben und Selbständigkeit und Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Hier findet auch hauptsächlich soziales Lernen statt.

Damit das Freispiel den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird, bedarf es einer gewissen „unsichtbaren“ Organisation durch uns Erzieher, wie zum Beispiel den Überblick behalten, das Gruppengeschehen beobachten, Spielanregungen bieten, Ideen für Projektarbeiten aufgreifen, entwickeln, weiterführen, neue Spiele einführen, versuchen Kinder, die keinen Anschluss finden zu integrieren, Geschichten und Bilderbücher vorlesen, für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen, zuhören, Streit schlichten, trösten, darauf achten, das sich jedes Kind angenommen und wohl fühlt,…

Auch das Freispiel draußen ist heute besonders wichtig!

In Zeiten, in denen das Entdecken und Spielen draußen im Vergleich zu früher sehr stark eingeschränkt ist, bieten künstlich angelegt Spielplätze lange nicht mehr die Erfahrungsmöglichkeiten, die Kinder früher hatten. Deshalb nutzen wir jede Gelegenheit um den Kindern das Freispiel draußen zu ermöglichen. Denn im Sand spielen, matschen, toben, balancieren, rennen, hüpfen, klettern, Fahrrad fahren, entdecken, beobachten und vieles mehr, sind Grundbedürfnisse unserer Kinder!

Die Fertigkeiten, die Kinder früher im Spiel in freier Natur so nebenbei erwerben konnten, müssen heute häufig in langen Therapien (Ergotherapie, Bewegungstherapie, Spieltherapie oder sogar Sprachtherapie) wieder erarbeitet werden!

Hierfür ist es wichtig, dass die Kinder wetterfeste Kleidung im Kindergarten deponiert haben und/oder Kleidung anhaben, die schmutzig werden dürfen!

Sprachförderung

Die Förderung der Sprache ist ein wichtiger Bestandteil einer Kindertagesstätte.

Aktuell wird das Angebot der Sprachförderung neu konzipiert und voraussichtlich ab Frühjahr 2021 neu aufgelegt (sofern dies unter Corona-Bedingungen möglich ist).